Kieler Stadtteile: Kurzbeschreibungen
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Nr.
1 Schilksee
Der nördlichste Stadtteil
Kiel ist über 725 Jahre alt, vor allem bekannt als Austragungsstätte
der olympischen Segelregatten 1972. Bemerkenswert der Olympiahafen mit
Segelzentrum. Schilksee hat den längsten Strand Kiels, ein altes Dorfzentrum
sowie einen Skulpturenpark mit dauernder Ausstellung sowie regelmäßigen
Einzelausstellungen (Hans-Kock-Stiftung). Zwei landwirtschaftliche Betriebe
runden das Bild ab. Hoher Freizeitwert!
Nr.
2 Pries/Friedrichsort
Pries ist rund 900 Jahre
alt und kann ein historisch gewachsenes Dorfzentrum vorweisen, das von
landwirtschaftlicher Fläche umgeben ist. Friedrichsort ist der Name
einer rund 350 Jahre alten Festung, der einzigen erhaltenen Seefestung
in Deutschland. Zusammen mit den Neubaugebieten von Pries der Zeit um 1900
bildet Friedrichsort ein attraktives Einkauszentrum im Kieler Norden. Bedeutende
Industriebetriebe (Caterpillar/MaK, Vossloh Schienentechnik, Lindenau-Werft)
Nr.
3 Holtenau
Holtenau ist vor allem bekannt
durch den Nordostsee-Kanal (Kiel-Canal), seine Schleusen (mit Museum) und
2 Hochbrücken. Sehenswert sind eine Reihe von Gebäuden aus der
Zeit des Schleswig-Holsteinischen Kanals und der Frühzeit des NOK
als Kaiser-Wilhelm-Kanal.
Nr.
4 Steenbek-Projensdorf
Steenbek-Projensdorf
gehörte bis 1994 zur Wik und entstand aus der Siedlung Steenbek zwischen
der Wik und Suchsdorf sowie den durch den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals
abgeschnittenen Südzipfel des Gutes Projensdorf. Steenbek-Projensdorf
ist bekannt als Wohnsiedlung mit kleinen Handwerksbetrieben und einem großen
Klinik- und Ärztezentrum.
Nr. 5 Suchsdorf
Nr.
6 Wik
Die
Wik hat ihren Name von der ausgeprägten Bucht, an der die Wik
liegt. Wik kommt aus dem Skandinavischen und heißt ... Bucht. Also
doppelt gemoppelt - wie man so schön sagt. Die ersten Nennungen der
Bucht und des Dorfes nördlich der Brunswik liegen bereits über
700 Jahre zurück, seit 1893 ist die Wik - einer der wenigen Stadtteile
mit Artikel, der einzige weibliche Stadtteil - Bestandteil der Landeshauptstadt.
Mit der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen und dem Einzug
der Marine in Kiel und Umgebung hat sich die Wik ähnlich wie Ellerbek
und Gaarden fundamental verändert. Das alte Dorf ist verschwunden,
dafür entstand ein Marinestandort erheblicher Größe verbunden
mit großstädtischer Bebauung beiderseits der Holtenauer Straße
(früher: Holtenauer Landstraße, dann Prinz-Heinrich-Straße).
Heute ist der Standort - wie auch die Kriegsschiffe - deutlich kleiner,
vieles wird zivil genutzt. Doch noch immer gehören die Blauen Jungs
und ihre grauen "Dampfer" irgendwie mit dazu.
Nr. 7 Ravensberg, Brunswik, Düsternbrook
Nr. 8 Schreventeich/Hasseldieksdamm
Nr.
9 Mettenhof
Die Geschichte Mettenhofs beginnt im 17. Jahrhundert mit der Person
des Quarnbeker Gutsbesitzers Hans-Heinrich von Kielmannsegg. Dieser
war zweimal verheiratet. Seine erste Frau, Meta (oder Metta),
geb. von der Wisch, die er 1663 heiratete, gebar ihm 8 Kinder,
starb erst 29 Jahre alt bei der Geburt des letzten Kindes. 1675 heiratete
der Witwer Dorothea von Reventlou, mit der er einen Sohn hatte.
Mit zunehmenden Größe der Ländereien des Gutes Quarnbek
wurden die beim Transport der landwirtschaftlichen Erzeugnisse zurückzulegenden
Wege immer länger, was vor allem für die Milchwirtschaft
ungünstig war. Wie anderorts auch kam es im Gebiet des adeligen
Gutes Quarnbek zur Gründung sogenannter Meierhöfen, die
mit eigenen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden ausgestattet, weitgehend
selbständig Milchwirtschaft betrieben. Die zwei von Hans-Heinrich
von Kielmannsegg gegründeten Meierhöfe benannte der Gutsbesitzer
nach den Vornamen seiner beiden Ehefrauen Dorothea ("Dorotheenthal")
und Meta ("Mettenhof"). Mit dem Tode von Hans-Heinrich
von Kielmannsegg im Jahre 1686 begann ein ständiger Besitzerwechsel
auf Quarnbek und damit eine Pächterzeit, 1886 mit dem letzten Pächter
Friedrich Wilhelm Jessen endete. Eine neue Phase Mettenhofer Geschichte
begann 1896. Der Besitzer des Gutes Stockseehof/Börnhöved kaufte
für seinen Sohn Ernst Behr den Meierhof Mettenhof. Im Laufe
der Jahre gab Ernst Behr kleinere Landstücke an andere Bauern
der Gegend ab und verkaufte im Jahr 1937 20 Hektar an die Stadt Kiel, die
zwischen den Weltkriegen in verschiedenen Umlandgemeinden Kiels Landbesitz
zu Siedlungszwecken erwarb. Die in Mettenhof von der Stadt gekaufte Fläche
wurde in Erbpacht an Betriebsangehörige der Firma
Leichtbau,
eigentlich
"Werk Kiel der Land- und See-Leichtbau G.m.b.H." abgegeben. Die Firma
baute vor allem Leitwerke für Flugzeuge und benötigte für
Mitglieder der Belegschaft Wohnraum. In den Jahren 1938 und 1939
konnten 65 Siedler ihre durch Eigenarbeit, eigene Geldmittel und Darlehen
errichtete Häuser beziehen. Diese Siedlung erhielt die Bezeichnung
"Leichtbausiedlung" (heute: "Alt-Mettenhof"). Am 1. Juni 1963 wurde Mettenhof
durch Vertrag mit der Gemeinde Melsdorf nach Kiel eingemeindet und in den
folgenden Jahren zu einem überwiegend durch Hochhäuser, aber
auch mit idyllischen Reihen- und Einfamilienhausbezirken gekennzeichnet,
nach skandinanischen Muster ausgebaut.
Nr. 10 Mitte
Nr. 11 Russee/Hammer
Nr. 12 Hassee/Viehburg
Nr. 13 Meimersdorf/Moorsee
Nr. 14 Wellsee/Kronsburg/Rönne
Nr. 15 Elmschenhagen/Kroog
Nr. 16 Gaarden
Nr. 17 Ellerbek/Wellingdorf
Nr. 18 Neumühlen-Diedrichsdorf/Oppendorf